Wohnmobilreise durch Nova Scotia: Von Lunenburg zur Bay of Fundy

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Tag 3: Wohnmobilreise von Lunenburg zur Bay of Fundy

Am 3. Tag unserer Wohnmobiltour durch Nova Scotia begannen wir den Tag mit einem entspannten Frühstück im WoMo. Ausgeschlafen schmiedeten wir Pläne für den neuen Tag.  Und da sollte uns so einiges erwarten. Aber der Reihe nach.

LUNENBURG, Nova Scotia

UNESCO World Heritage Lunenburg

Da wir leider nicht länger auf dem Campingplatz bleiben konnten, bereiteten wir also alles für die Abfahrt vor. Nachdem wieder alles verstaut und gesichert war ging es in die UNESCO World Heritage Stadt Lunenburg. Leider hat uns keiner so richtig davor gewarnt, mit solch einem unhandlichen Gerät wie unser Motorhome durch die engen Straßen von Lunenburg zu fahren. Uiuiui! Wie bereits im vorherigen Artikel erwähnt, sind die Straßen wie die in New York angelegt (Nord-Süd und West-Ost Ausrichtung). Nur kam hier erschwerend hinzu, dass auch Berge dabei waren. Dies hatten damals die Städteplaner im fernen Europa geflissentlich übersehen, daher wurden die Straßen nicht auf die geografischen Gegebenheiten vor Ort angepasst. Auf der Suche nach einem passendem Parkplatz hatten wir ordentlich zu tun, dass Wohnmobil durch die engen Wege (für unser Fahrzeug) zu manövrieren. Ein ums andere Mal sahen wir uns schon auf der Seite liegen, da zur Kurve auch noch stark abfallende Straße hinzukam. PUUUH, was ein Nervenkitzel. Zwei Jahre später, als wir hier schon wohnten, sahen wir einen Reisebus, dem eine solche Abfahrt mit Kurve nicht gelang… Das sah nicht gut aus!! Die Spuren kann man immer noch im Asphalt sehen – so wollt Ihr nicht enden! Aber voilà, wir haben es geschafft, mit dem unhandlichen Wohnmobil die Abfahrten heil zu nehmen. Nachdem diese Erfahrung zu einigen kleinen Herzattacken geführt hatte, fanden wir einen Stellplatz und sind zu Fuß weiter durch die Stadt. Zu Fuß ist sowieso die allerbeste Art und Weise, Lunenburg kennenzulernen.

Ganz schön steil die Straßen in Lunenburg!

Spuren auf dem Asphalt in Lunenburg

Viele kleine Shops und hervorragende Restaurants in den alten Häusern laden zum Stöbern und Verweilen ein. Lunenburg ist die Heimat vieler Künstler von der Lunenburg Academy of Art, die in den Läden ihre Kunstwerke anbieten. Es lohnt sich allemal, die Läden zu durchstöbern! Wer gern selber strickt oder bastelt wird auch fündig, da es auch Läden für den Hobbykünstler gibt. Unseren kleinen Jungs (und dem großen vielleicht auch) wurde es aber irgendwann doch langweilig, durch die Geschäfte zu schlendern, daher machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Hier wurden die Waden beim steilen Abstieg der besagten Straßen gefordert. Doch wie gut gefiel es uns am Hafen! Besonders die Wharf mit dem alten Museumsschiff und den Lobsterfallen als Spielgeräte davor hatte es unseren Jungs angetan. Endlich richtig toben, einfach herrlich. Im Shop unter dem Dockside Lobster & Seafood Restaurant haben wir dann die üblichen Souvenirs erstanden. Besonders die typischen, knallroten Stofflobster aus Nova Scotia waren ein begehrtes Ziel bei unseren beiden Kids. Diese waren beim Rückflug übrigens auch bequeme Nackenstützen.

Nachdem wir uns noch ein wenig gestärkt hatten, stiegen wir wieder ins WoMo und fuhren in den Watermarket, welcher uns als Waschsalon empfohlen wurde. Dieser bietet neben einer Wäscherei noch die Möglichkeiten, das Auto zu waschen, Wasser für die großen Spender zu kaufen als auch eigene Weinsets zu erwerben. Ein angenehmer Nebeneffekt: es gab freies WLAN. Back in Civilisation! http://www.southshorewatermarket.com

Quer durch Nova Scotia auf dem Weg zum Bay of Fundy

Nach diesem Abstecher wollten wir uns auf den Weg in Richtung Bay of Fundy machen. Doch halt, was war das? Eine Modeleisenbahnausstellung in Lunenburg? Das mussten wir uns anschauen. Wundervoll, allein der Eingang war den Besuch wert. Aufgemacht wie ein altes Bahnhofsgebäude erstanden wir im Halifax & Southwestern Railway Museum Fahrkarten im Originalstil des frühen vergangenen Jahrhunderts mit unterschiedlichen Zielen, wie Chester, Liverpool (das in Nova Scotia J) oder Halifax. http://www.hswmuseum.ednet.ns.ca

Eisenbahnmuseum in Lunenburg: Miniatur-Eisenbahn Wunderland

Danach gab es eine kurze Unterweisung in Zugsesseln und dann ging es in die Ausstellung. Diese wird von einem passionierten Eisenbahner mit unheimlich viel Liebe zum Detail und Hingabe geführt. Besonders beeindruckt hat uns die Frage nach unserer Herkunft und der Tatsache, dass er einen Atlas mit dem deutschen Schienennetz besaß, in dem er jeden Besucher mit seiner nächstgelegenen Bahnstation vermerkte. Eine wirklich tolle Sache. Und gleich noch ein Schmankerl für unsere Jungs hinterher: einmal Lokführer sein und die Hupe betätigen. Highlight des Tages für beide.

So nun aber weiter Richtung Tagesziel. Wir durchquerten Nova Scotia in Richtung Westen, eigentlich gab es dort nur Gegend. Und Wald. Und noch mehr Bäume.

Auf dem Weg zur Bay of Fundy

Als wir am anderen Ende der Provinz Nova Scotia ankamen sahen wir gleich, dass die Landschaft anders ist als an der South Shore. Die Erde ist im Norden rot, und der starke Tidenhub verändert die Landschaft nachhaltig. Wer gern Wildwasserfahrten macht oder mal auf dem Meeresgrund ein leckeres Essen genießen möchte (natürlich bei Ebbe), der ist an der Bay of Fundy richtig. An Ebbe und Flut unseres Heimatmeeres Nordsee gewöhnt beeindruckte uns der Unterschied von Hoch- und Tiefwasser von 16 m sehr, aber leider fanden wir keine Abstellmöglichkeit zum Übernachten, und der Tag näherte sich schon dem Ende, weshalb wir nicht so lange warten konnten, den gesamten Ablauf des Tidenhubs zu sehen. Vermutlich ist die Landschaft in Richtung Südwesten (Richtung Annapolis Valley) noch spektakulärer, aber wir wollten nur noch einen Stellplatz, Gezeiten hin oder her!

Bay of Fundy: Flut

Wieder einmal verließen wir uns auf unser Glück, einen Campingplatz ohne Reservierung zu finden. Dies führte uns schließlich zum Maitland Family Campground. Ein kleiner aber wirklich feiner Campingplatz mit sehr relaxten Betreibern. Einziger Wermutstropfen: wir konnten nicht mit Kreditkarte bezahlen. Dumm für uns, dass wir nicht ausreichend Bargeld dabei hatten. Ein E-mail-Transfer (ja das gibt es tatsächlich) wurde verständlicherweise von unserer deutschen Bank nicht akzeptiert, PayPal war unbekannt, der Geldautomat in der Walachei wollte uns kein Geld geben, also einigten wir uns mit den Besitzern darauf, mit US-Dollar zu bezahlen, die wir zufällig noch von der letzten USA-Reise in unserem Brustbeutel fanden. Äußerst interessant. Aber gut, es hat geklappt also schnell vor dem Regen den Grill raus, Fleisch drauf, ab in die Bude und dann ließen wir den Tag noch einmal Revue passieren.

Endlich den Campingplatz Maitland erreicht!

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